Maschinenbauern fehlt Dynamik beim Thema Nachhaltigkeit

small tree growing with sunshine in garden. eco concept
small tree growing with sunshine in garden. eco conceptBild: ©lovelyday12/stock.adobe.com

Die Stimmung im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist alarmierend. Der Blick der Unternehmen auf die Entwicklung der deutschen Konjunktur hat sich im Vergleich zur Mitte des Jahres deutlich verschlechtert. Im aktuellen PWC-Maschinenbaubarometer ist mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten der Ansicht, dass die Wirtschaftsentwicklung hierzulande negativ verlaufen wird. Zwar sehen sie die globale Konjunktur deutlich weniger skeptisch und weniger als ein Drittel glaubt an einen weltweiten Abschwung. Zudem sind die Umsatzerwartungen im Vergleich zum Vorquartal weiter ins Minus gerutscht. Im Durchschnitt liegt die Umsatzerwartung für das laufende Jahr bei -1,6 Prozent – ein Rückgang gegenüber dem Vorquartal um 1,1 Prozentpunkte. Was die eigente Entwicklung angeht, rechnen die Unternehmen mit einem Wachstum von durchschnittlich 2,6 Prozent. Fast die Hälfte der Befragten glaubt jedoch, dass die Gesamtkosten weiter steigen werden. 15 Prozent rechnen mit steigenden Gewinnmargen. Und das sind nicht die einzigen Herausforderungen. Mehr als 80 Prozent der Befragten geben an, dass der zunehmende Kostendruck sowie der Fachkräftemangel die größten Hindernisse für das Wachstum darstellen. Mehr als die Hälfte sorgt sich zudem um die politischen Entwicklungen im Ausland, das schwierige Regulierungsumfeld und den intensiven Wettbewerb.

In Sachen Nachhaltigkeit zeigt die Branche weiterhin vergleichsweise wenig Dynamik. Zwar ist der Anteil der Unternehmen, die über eine Nachhaltigkeitsstrategie zu den Themen Umwelt, Soziales sowie Governance & Compliance verfügen, im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen, allerdings verfügt nur ein Drittel von ihnen über eine ausformulierte Roadmap mit konkreten Maßnahmen und definierten Verantwortlichkeiten. Noch weniger veröffentlichen einen Nachhaltigkeitsbericht. Auffällig ist vor allem, dass die überwiegende Mehrheit bei der Formulierung ihrer Nachhaltigkeitsziele weiterhin auf Eigenentwicklungen setzt; weniger als die Hälfte bezieht sich auf externe Anregungen von Regulatoren oder Kunden, noch weniger auf sogenannte übergeordnete Referenzrahmen wie z.B. Science Based Targets. Dazu passt, dass sich weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen gut auf zukünftige Anforderungen, vor allem die der Regulatoren, vorbereitet fühlt.

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