Wer setckt hinter den KI-Startups?

Programmers cooperating at IT company developing apps. People business work office concept
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KI-Startups gelten als wichtige Innovationstreiber. Will Deutschland eine Spitzenposition in der nächsten industriellen Revolution einnehmen, brauche es ein besseres Verständnis über die jungen Unternehmen, die KI-Technologien entwickeln, teilen die Autoren der Studie mit. Doch woher kommen die jungen Entrepreneure, wie arbeiten sie und welche sind ihre größten Herausforderungen? Diesen zentralen Fragestellungen geht die ‚Taskforce Forschungstransfer‘ des KI Bundesverbands in der Studie auf den Grund.

In frühem Stadium

Die Befragung von Verantwortlichen deutscher KI-Startups zeigt, dass sich KI-Startups in Deutschland in einem sehr frühen Entwicklungsstadium (Durchschnittsalter ca. drei Jahre) befinden. Ihre Teams bestehen mehrheitlich aus nicht mehr als vier Personen. Während in Deutschland nur 2,4 Prozent aller Start-ups Ausgründungen aus der Wissenschaft sind, haben wir im KI-Bereich 41,5 Prozent Spin-offs aus der Wissenschaft. Dies verdeutliche, in welcher engen Beziehung KI-Startups zur Wissenschaft stünden, so die Studienverantwortlichen. Die Gründerinnen und Gründer kommen hauptsächlich aus Mint-Fächern. Nach der Gründung betreiben 60 Prozent der Unternehmen eigene KI-Forschung. Start-ups sowie Wissenschaft und Forschung tauschen Ideen, Ansätze und Know-how aus, während Patente und geschütztes Intellectual Property eine untergeordnete Rolle spielen. Als größte Herausforderung für Skalierung und nachhaltiges Wachstum nannten die Befragten mit 57 Prozent mehrheitlich die Finanzierung.

Maßnahmen zum Forschungstransfer

Die Umfrageergebnisse geben Hinweise, wie der Forschungstransfer im Bereich künstlicher Intelligenz weiterentwickelt werden kann. In der Studie werden u.a. folgende Maßnahmen empfohlen:

  • Unterstützung von Wissenschaftseinrichtungen und Hochschulen durch dauerhafte Finanzierung von Transferstrukturen, Technologietransferstellen und Budgets für Beratung und Schutzrechtsanmeldungen.
  • Förderprogramme sollten in der Definition noch stärker die Rahmenbedingungen von Startups berücksichtigen. Außerdem sollten sie einfach und digital gestaltet werden. Zielgerichteten Serviceangeboten als Ergänzung räumen Gründer die Möglichkeit ein, sich auf erfolgskritische Arbeiten zu fokussieren.
  • Gründungsinitiativen in den MINT-Fächern sollten fachlich gezielt gefördert werden, da diese in besonderem Maße Quelle von KI-Startups sind bzw. KI-Technologien und Knowhow oft aus den technischen Disziplinen kommen.

Die Studie wurde vom KI Bundesverband gemeinsam mit K.I.E.Z. by Science & Startups, dem Hessischen Zentrum für KI (hessian.AI), dem InfAI und consider it durchgeführt.

KI Bundesverband