
Aus der Untersuchung geht hervor, dass von den drei genannten Förderlinien allein Exzellenzcluster die Innovationstätigkeit von regionalen Unternehmen bisher beeinflusst haben – und dies auch nur unter bestimmten Bedingungen. So erhöht laut Untersuchung die Förderung eines zusätzlichen Exzellenzclusters an einer deutschen Universität die Wahrscheinlichkeit, dass ein in derselben Arbeitsmarktregion ansässiges Unternehmen Innovationen einführt, um bis zu 0,9 Prozentpunkte. „Allerdings ist dieser positive Effekt ausschließlich auf Arbeitsmarktregionen zurückzuführen, in denen mehr als insgesamt drei Exzellenzcluster an Universitäten gefördert werden“, sagt Dr. Bastian Krieger, Wissenschaftler im ZEW-Forschungsbereich ‚Innovationsökonomik und Unternehmensdynamik‘.
Teils positive Effekte
Die Förderung von weniger Clustern hat hingegen laut Untersuchung keine statistisch signifikanten Auswirkungen auf die Innovationstätigkeit regionaler Unternehmen, ebenso wie die Förderung von Graduiertenschulen oder Zukunftskonzepten. Die Ergebnisse der ZEW-Studie zeigen somit, dass ein Teil der Universitätsförderung durch die Exzellenzinitiative positive Effekte auf die Innovationsfähigkeit in der Region ansässiger Unternehmen hat. Wie die Studienverantwortlichen weiter mitteilen, legen Ergebnisse aber auch nahe, dass ein hohes Maß an Förderung notwendig ist, um über diesen Weg regionale Unternehmensinnovationen anzuregen.
Andere Förderlinien prüfen
Der Fokus der Exzellenzinitiative lag auf der Förderung deutscher Universitäten und ihrer wissenschaftlichen Leistungen. Daher sei der positive Einfluss einer ihrer Förderlinien auf die Innovationsfähigkeit regionaler Unternehmen ein willkommener Nebeneffekt, so die Studienverantwortlichen. „Umso besser also, dass die in 2016 beschlossene Exzellenzstrategie als Nachfolger der Exzellenzinitiative einen verstärkten Fokus auf die Förderung von Exzellenzclustern legt“, sagt Krieger. Die Wirkung der beiden anderen Förderlinien sollte hingegen nochmals auf ihre überregionalen Effekte und ihre längerfristigen Einflüsse auf die Privatwirtschaft untersucht werden, da diese Zusammenhänge nicht durch die ZEW-Studie abgebildet werden. ZEW Mannheim















