Wie vernetzt sind die Shop-Floor-Mitarbeiter?

Caucasian factory engineer talking and shaking hands on business cooperation agreement. Successful hand shaking after good deal workers handshaking each other at heavy industrial production line
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Unter dem Schlagwort ‚Connected Work‘ sollen auch Frontline-Mitarbeiter von der digitalen Vernetzung in ihrem Arbeitsumfeld profitieren. Doch noch immer konkurrieren in vielen Unternehmen digitale Tools mit Vorgängen auf Papier – Medienbrüche sind an der Tagesordnung. Mit der Connected Work Studie 2023 möchte Operations1 mehr Licht in das Thema ‚vernetztes Arbeiten in der Produktion‘ bringen. Dazu hat das Unternehmen 175 Spezialisten aus dem Produktionsumfeld zum Status Quo, der Zukunft von Connected Work und den notwendigen Umsetzungsmaßnahmen befragt.

3 Prozent Papier-frei

Im Produktionsumfeld spielt Papier nach wie vor eine Rolle. Und auch wenn sich hinter dem Konzept von Connected Work mehr verberge als die reine Digitalisierung von Papierdokumenten, zeigten die Antworten der Befragten, dass Connected Work zwar wichtiger werde, aber noch kein Massenphänomen sei, so die Studienautoren: Nur 3 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, bislang vollständig papierlos zu arbeiten, während 18 Prozent ausschließlich mit papierbasierten Prozessen arbeiten. 17 Prozent bezeichnen sich als weitestgehend papierlos und 62 Prozent sind es teilweise. Obwohl der Großteil der Befragten noch immer papiergestützt arbeitet, besteht bei ihnen Einigkeit darüber, dass Papier im Zeitalter der Digitalisierung nicht mehr zeitgemäß ist. So verbinden die Studienteilnehmer mit papierbasierten Arbeitsweisen eine Reihe an operativen Herausforderungen: Die drei größten Problemstellungen sind die aufwändige Erstellung und Aktualisierung von Dokumenten (44 Prozent), Datenbeschaffung, Interpretationsaufwand und Archivierung (34 Prozent) sowie nicht-wertschöpfende Tätigkeiten wie manueller Datentransfer (29 Prozent). Dabei ist jeweils die gesamte Produktionskette von papiergestützten Prozessen betroffen. Als Grund, sich schnellstmöglich von Papier zu verabschieden, nennt Operations1 das damit verbundene Einsparungspotenzial. Die Kosten der Zettelwirtschaft lägen bei 25 Prozent der Befragten im fünfstelligen Bereich, bei 5 Prozent sogar bei mehr 200.000 Euro pro Jahr, teilt der Connected Work-Spezialist mit.

Potenzial für die Zukunft

Das Potenzial eines Connected-Work-Ansatzes scheint die Mehrheit der Befragten erkannt zu haben. 69 Prozent sehen in Connected Work Potenzial für die Zukunft. Bei 59 Prozent der Teilnehmer werden schon entsprechende Initiativen im Betrieb vorangetrieben. 21 Prozent der Befragten gaben sogar an, einen Connected-Work-Beauftragten zu haben, der sich eigens diesem Thema widmet. 26 Prozent der Befragten sehen hingegen noch keine Initiativen im Bereich Connected Work in ihrem Unternehmen.

Operations1