
Der Net Zero Economy Index der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC zeigt, dass die Fortschritte bei der globalen Dekarbonisierung alarmierend hinter den Ambitionen zurückbleiben, die für eine Einschränkung der Erderwärmung auf 1,5 Grad erforderlich wären. Demnach verzeichneten neun der 20 wichtigsten Volkswirtschaften im vergangenen Jahr sogar einen Anstieg bei ihren CO2-Emissionen. Auch Deutschland ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stark zurückgefallen und befindet sich mit 1,67 Prozent mehr Emissionen in einem Negativtrend. Der Index misst die Fortschritte der G20-Länder bei der Verringerung der energiebedingten CO2-Emissionen und der Dekarbonisierung ihrer Volkswirtschaften. Bemessungsgrundlage sind die Höhe des Energieverbrauchs im Verhältnis zum BIP und dem Kohlenstoffgehalt der Energie.
0,5 statt 12,9 Prozent
Im letztjährigen Net Zero Economy Index hat PwC die weltweit erforderliche Dekarbonisierungsrate noch auf 12,9 Prozent angesetzt. Die tatsächliche Rate lag im vergangenen Jahr aber bei gerade mal 0,5 Prozent. Die G20, die zusammen für rund 80 Prozent der globalen energiebezogenen Emissionen verantwortlich sind, kamen sogar nur auf einen Durchschnittswert von 0,2 Prozent – dem niedrigsten Stand seit zwei Jahrzehnten. Um die im Pariser Abkommen beschlossenen und im vergangenen Jahr auf der COP26 bestätigten Klimaziele zu erreichen, muss die weltweite Dekarbonisierungsrate nun auf 15,2 Prozent wachsen. „Die zunehmenden wirtschaftlichen und politischen Unsicherheiten wirken sich ausgesprochen negativ auf die globalen Anstrengungen hinsichtlich der Dekarbonisierung aus. Das Problem: Die Reduzierung der CO2-Emissionen lässt sich nicht weiter aufschieben, denn die Zeit läuft uns schon jetzt davon“, sagt Rainer Kroker, ESG Leader bei PwC Deutschland. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
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Unterschiedliches Bild
Betrachtet man einige der weltweit führenden Volkswirtschaften genauer, so zeigt sich, dass China seine Emissionen um 2,8 Prozent senken konnte, während die USA (+0,1 Prozent), Indien (+2,9 Prozent), Japan (+0,6 Prozent), Deutschland (+1,7 Prozent) und Frankreich (+1,4 Prozent) einen Anstieg verzeichneten – Effekte, die sich zum Teil auf die Erholung von der Pandemie zurückführen lassen. Am besten hat Südafrika (-4,6 Prozent) abgeschnitten, gefolgt von Australien (-3,3 Prozent), China (-2,8 Prozent), der Türkei (-2,7 Prozent), Kanada (-2,2 Prozent), Saudi-Arabien (-1,8 Prozent) und Südkorea (-1,6 Prozent). „Der Bericht zeigt, dass es keinen einheitlichen Weg zum Netto-Nullpunkt gibt. Jedes Land hat mit eigenen Herausforderungen zu kämpfen und muss dementsprechend auch individuelle Strategien für die Dekarbonisierung entwickeln. Der internationale Konsens für die Dringlichkeit der Umstellung auf erneuerbare Energien wird jedoch immer breiter“, sagt Nicole Röttmer, Climate Leader bei PwC Deutschland.
Anreiz: Erneuerbare Energien
„Während die unsichere Versorgungslage kurzfristig für eine hohe Nachfrage nach fossilen Brennstoffen gesorgt hat, dürften auf lange Sicht jene vorne liegen, die sich jetzt verstärkt aus dieser Abhängigkeit lösen und auf erneuerbare Energien setzen. Dieser Anreiz ist ein wichtiger Hebel, um sich den dringend erforderlichen Dekarbonisierungsraten zu nähern“ so Röttmer.














