Mehr Unternehmen nutzen Social Collaboration Tools

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Die Unternehmen im deutschsprachigen Raum haben in den vergangenen fünf Jahren Fortschritte beim Einsatz von Social Collaboration Tools erzielt. Doch nach wie vor gibt es zahlreiche Schwachpunkte. Das zeigt die Social-Collaboration-Studie der Technischen Universität Darmstadt und der Management- und Technologieberatung Campana & Schott. Demnach ist der Social-Collaboration-Reifegrad auf einer Skala von 1 bis 7 fast jedes Jahr gestiegen – von 3,48 im Jahr 2016 auf 4,08 im Jahr 2020. Das heißt: In Deutschland setzen Mitarbeiter vermehrt moderne Tools für die Kommunikation ein. Dennoch sind die Firmen von den maximal möglichen 7 Punkten immer noch weit entfernt. „Der Anstieg des Reifegrads um 17 Prozent über fünf Jahre ist aus meiner Sicht zu wenig“, sagt Dr. Eric Schott, CEO von Campana & Schott. „Diejenigen, die bereits vor der Covid-19-Pandemie vernetzt zusammengearbeitet und Prozesse digitalisiert hatten, hatten im Tagesgeschäft viel weniger Schwierigkeiten in der Krise. Sie konnten auch von zu Hause aus effizient arbeiten.“

Nicht nur für Büromitarbeiter

„Dabei darf man bei Social Collaboration nicht nur an die Büromitarbeiter denken, sondern muss auch die Mitarbeiter im direkten Kundenkontakt oder in der Produktion einbeziehen“, ergänzt Boris Ovcak, Director Social Collaboration bei Campana & Schott. Die sogenannten ‚Firstline Worker‘ seien lange vernachlässigt worden, dabei sei gerade bei ihnen das Effizienzpotenzial besonders hoch. „Dafür brauchen sie Tools, die tägliche Arbeitsprozesse direkt unterstützen“, so Ovcak.

Viele Erwartungen nicht erfüllt

Mehr als ein Drittel der Unternehmen nutzte 2018 bereits Technologien aus den Bereichen Big Data/Data Analytics, über ein Fünftel aus dem IoT-Umfeld. Die Mehrheit erwartete, dass künstliche Intelligenz sowie Augmented und Virtual Reality innerhalb der kommenden fünf Jahre die Arbeitsprozesse beeinflussen werden. Diese Erwartungen haben sich bislang nicht erfüllt. 2020 sieht zwar etwa die Hälfte der Teilnehmer KI als Schlüsseltechnologie. Aber fast drei Viertel nutzen überhaupt keine KI, Business Intelligence oder Analytics Tools, um geschäftsrelevante Daten auszuwerten. Dennoch sehen Unternehmen vor allem im Bereich Chatbots, automatischer Bildverarbeitung sowie maschineller Übersetzung vielversprechende Einsatzszenarien.

Unternehmenskultur verbessern

Social Collaboration Tools werden vor allem eingeführt, um die Unternehmenskultur zu verbessern. Dieses Ziel wird auch tatsächlich erreicht, wie die Studie in allen Jahren zeigte. Eine höhere Kundenzufriedenheit kam 2020 erstmals auf den zweiten Platz. Das heißt, Unternehmen blicken zunehmend über den eigenen Tellerrand hinaus und stellen den Kunden in das Zentrum ihrer Arbeit.

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