
Zum sechsten Mal haben die Telekom und das Analystenhaus Techconsult mehr als 2.000 mittelständische Unternehmen in Deutschland zum Grad ihrer Digitalisierung befragt. Die Studie untersuchte erstmals auch die Auswirkungen von New Work, den neuen Arbeitsweisen im globalen und digitalen Zeitalter. Und welche Rolle Klimaschutz und Fördermittel für den deutschen Mittelstand spielen.
„Die Corona-Pandemie und globale Lieferverzögerungen haben den deutschen Mittelstand 2021 mitunter stark getroffen“, sagt Hagen Rickmann, Geschäftsführer Geschäftskunden der Telekom Deutschland. „Umso erfreulicher: Der deutsche Mittelstand treibt seine Digitalisierung mit besonderem Fokus auf moderne Arbeitswelten und Nachhaltigkeit weiter voran.“
New Work hat sich bei etwa der Hälfte (49 Prozent) der befragten Unternehmen als festes Arbeitsmodell etabliert. Entsprechend verbreitet sind Homeoffice und digitale Anwendungen: So nutzen etwa 57 Prozent Web- und Videokonferenzen. Digitale Kommunikationstechnologien und -tools gehören mit 81 Prozent für die Mehrheit zum Arbeitsalltag. Sie unterstützen die interne Kommunikation, den Dialog mit Kunden und damit die Produktivität. Das gilt laut Befragung auch für die Zukunft. So wollen etwa sechs von zehn Mittelständlern langfristig darüber neue Beschäftigte gewinnen. In der industriellen Bildverarbeitung stellen PC-basierte Systeme oft eine technische Hürde dar. Die Trennung von Bildaufnahme und Datenverarbeitung führt häufig zu Latenzen, erhöhtem Platzbedarf und einem komplexen Wartungsaufwand. Besonders in schnellen Produktionslinien erschwert die Synchronisation zwischen Sensor und externem Rechner eine stabile Prozesskontrolle. ‣ weiterlesen
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Digitale Sicherheit hat Priorität
Cyberangriffe waren in der deutschen Wirtschaft in den vergangenen zwei Jahren sehr präsent. Besonders die Verlagerung ins Homeoffice habe Sicherheitslücken gezeigt, so die Studienautoren. Die Befragten wollen daher mehr in Cybersicherheit investieren. So die befragten Unternehmen an, dass ihre Beschäftigten nach der Pandemie im Schnitt elf Prozent mehr Arbeitszeit im Homeoffice verbringen werden. Für ausreichend gesichert halten jedoch nur 43 Prozent ihre mobilen Arbeitsplätze. Vor allem die Sicherheit bei E-Mails und Technologien zur Verschlüsselung wollen die befragten Mittelständler künftig ausbauen. Ebenso stehen Lösungen zum Identitätsmanagement und zur Authentifizierung auf der Liste der Investitionen.
Bewusstsein für Klimaschutz wächst
Mit den Bemühungen um langfristige Handlungsfähigkeit wächst laut Studie auch das Bewusstsein für klimafreundliches Wirtschaften (71 Prozent). Dazu wollen die Unternehmen die Digitalisierung nutzen: Von ressourcenarmer Produktion über nachhaltige Zulieferer bis zu optimierter Tourenplanung im Bereich Logistik. Sieben von zehn Unternehmen setzen auf online statt Präsenz-Veranstaltungen. 29 Prozent reduzieren Dienstreisen und Berufsverkehr.
93 Prozent der befragten Betriebe wollen auch künftig in digitale Projekte investieren. Davon planen 45 Prozent eine durchschnittliche Erhöhung der Investitionen um 24 Prozent. Die Digitalisierungsbudgets sollen vor allem Technologien zur digitalen Zusammenarbeit und Sicherheitslösungen im Unternehmen zugutekommen. 69 Prozent wollen zudem die Kommunikation über digitale Kanäle ausbauen.
Fördermittel kaum genutzt
Aus der Studie geht weiter hervor, dass der Mittelstand hat die Möglichkeiten der Digitalisierung nicht voll ausgeschöpft. Technologien wie das Internet der Dinge oder Künstliche Intelligenz setzt laut Befragung bisher nur eine Minderheit ein. Öffentliche Förderprogramme könnten den Einsatz technischer Neuheiten steigern. Laut Studie rufen bisher nur 18 Prozent diese Gelder für ihre Vorhaben ab. Als Gründe dafür nennen die Unternehmen fehlende Transparenz und bürokratische Hürden. Das gilt laut Studie auch für Unternehmen, die solche Fördermittel nutzen. So gaben sechs von zehn Betrieben an, sich externe Unterstützung eingeholt zu haben, um die Fördermittel zu beantragen.














