HTEC beschreibt Mythen bei der Bewertung von KI

AI generative concept with programmer hand holding virtual comma
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Ob Dokumente innerhalb von Sekunden zusammenfassen, große Datenmassen analysieren oder generell Prozesse beschleunigen – die Vorteile künstlicher Intelligenz zeigen sich im Geschäftsalltag vor allem auf individueller Ebene. Während die Nutzung steigt, schlägt sich der wirtschaftliche Beitrag allerdings oft nicht im Gesamtergebnis nieder. HTEC sieht den Grund dafür aber nicht an der Messung allein. Das Unternehmen erklärt, dass individuelle Zeitgewinne verpuffen, solange niemand sie in Output, Kapazität oder Umsatz überführt.

Das Unternehmen stellt fünf verbreitete Mythen in Sachen ROI-Berechnung von KI-Projekten der Realität gegenüber:

1. Mythos: Mit dem Go-live sind die größten Kosten erledigt.

Realität: Erst im produktiven Einsatz entstehen viele der entscheidenden Aufwände – etwa für Modellnutzung, Rechenleistung, Monitoring oder kontinuierliche Optimierung. Auch organisatorische Anpassungen schlagen oft erst nach der Einführung zu Buche.

2. Mythos: Ein erfolgreicher Proof of Concept belegt den Business Case.

Realität: Ein Pilotprojekt zeigt, dass eine KI technisch funktioniert. Ob sie wirtschaftlich tragfähig ist, entscheidet sich erst bei der Integration in bestehende Systeme, Prozesse und Compliance-Strukturen.

3. Mythos: Der ROI lässt sich einmalig berechnen.

Realität: KI entwickelt sich kontinuierlich weiter. Modelle, Daten und Nutzungsmuster verändern sich, sodass Unternehmen Kosten, Nutzung und Geschäftsergebnisse laufend bewerten und nachsteuern müssen.

4. Mythos: Der Wert von KI steckt allein in der Technologie.

Realität: Der größte wirtschaftliche Nutzen entsteht in den Geschäftsprozessen – durch schnellere Abläufe, bessere Entscheidungen und höhere Produktivität. Wer nur die Technologie bewertet, übersieht den eigentlichen Wertbeitrag.

5. Mythos: KI rechnet sich vor allem durch Kosteneinsparungen.

Realität: In vielen Unternehmen entsteht der größte Mehrwert nicht durch geringere Kosten, sondern durch mehr Output mit bestehenden Teams und effizientere Arbeitsabläufe. Entsprechend sind auch die Erfolgskriterien neu zu definieren.

Kennzahlen für die KI-Bewertung

Für eine realistische Bewertung des wirtschaftlichen Erfolgs von KI empfiehlt HTEC eine Kombination aus finanziellen und operativen Kennzahlen:

• Kosten: Entwicklung, Integration, Betrieb, Modellnutzung und Wartung

• Produktivität: Zeitersparnis, Automatisierungsgrad, Durchlaufzeiten

• Qualität: Fehlerquote, Genauigkeit, Kundenzufriedenheit

• Geschäftswirkung: Umsatzbeitrag, Conversion, Bearbeitungszeiten oder Time-to-Market

„Viele Unternehmen behandeln den ROI von KI wie den eines Softwareprojekts: einmal rechnen, dann umsetzen. Das funktioniert nicht. Ein Business Case lässt sich immer argumentieren, ein Gate kann man nur bestehen oder reißen“, verdeutlicht Ronny Fehling, Chief AI Transformation Officer bei HTEC. „Deshalb ersetzen wir statische ROI-Modelle durch überprüfbare Kriterien: Was muss bis wann in Produktion messbar sein, und wann stoppen wir? Die entscheidende Messgröße ist nicht der Preis pro Token, sondern die Kosten pro akzeptiertem Ergebnis.“